Ostfriesentee traditionell zubereitet

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Ostfriesentee ist eine Mischung aus verschiedenen Schwarzteesorten. Ein frisch zubereiteter Ostfriesentee kann je nach Ziehdauer anregend bis beruhigend sein. Traditionell gehören dazu weißer, grober Kandis und Sahne. Die Teekanne sollte nur für diese Tee Sorte genutzt werden. Aromen von Kaffee oder anderem Tee würden den Geschmack des Ostfriesentees beeinflussen.

Mit geschlossenem Deckel ziehen lassen

Mit heißem Wasser wird die Teekanne, aus Glas oder Porzellan, zunächst ausgespült. Die Kanne ist gut vorgewärmt und hält den Tee später länger heiß. Nun kommt die lose ostfriesische Mischung in die Kanne. Pro Tasse wird ein Teelöffel hinein gegeben. Noch einen extra Teelöffel dazugeben und ganz knapp mit heißem Wasser bedecken. Das Wasser darf nicht mehr sprudelnd kochen. Mit geschlossenem Deckel soll der Tee nun drei Minuten ziehen, um anregend zu wirken. Um Beruhigung zu erzeugen, sollte der Tee vier Minuten lang ziehen. Nun wird die Kanne mit heißem Wasser aufgefüllt. Und schon ist der Tee servierfertig.

Drei Geschmacksebenen in einer Tasse Ostfriesentee

Mit einem Teebesen oder Teesieb wird der Ostfriesentee nun direkt aus der Kanne serviert. So gelangt kein Teesatz in die Tassen. Falls Sie ihren Tee gesüßt trinken, werfen sie das Stück Kandis im Vorweg in die Teetasse. Durch das Eingießen des heißen Tees knistert das weiße Zuckerstück. Nun wird ein wenig Sahne am Rand der Tasse über den Teelöffel in die Tasse gegeben. Dabei entsteht ein Wölkchen aus Sahne, das sich langsam im Tee verteilt. Der Tee sollte vor dem Genuss nicht gerührt werden. Durch diese Zubereitungsweise und die Zutaten erhält das Getränk drei verschiedene Geschmacksebenen: Der erste Schluck schmeckt leicht abgekühlt und sahnig. Dann schmeckt man den leicht herben, intensiven Tee und zuletzt die Süße des Kandis.

Teegebäck zum Tee reichen

Wer einen traditionellen Ostfriesentee zubereitet, genießt schon während der Ziehdauer den besonderen Duft dieser Mischung. Stets heiß getrunken entfaltet der Tee seine anregende oder beruhigende Wirkung. Wird der Tee in der Tasse nicht gerührt, erfährt der Gaumen erst den sahnigen, dann den herben und schließlich den süßen Geschmack. Dazu kann knusprig süßes Teegebäck mit oder ohne Mandeln und Buttergeschmack gereicht werden. Typisch zum Tee sind auch die ostfriesischen Waffeln mit Zimt und Zucker oder Friesentaler mit Honig.

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