Was jeder über Teezubereitung wissen sollte…

… ist gar nicht so leicht zu beschreiben. Dr. Tea versucht die unterschiedlichen Strömungen der Teetrinker und deren Tipps sinnvoll zu reduzieren und zu kombinieren.

Hinweis: An dieser Stelle soll die Teequalität nicht behandelt werden, da es nur darum geht, Tipps für die Zubereitung des Tees zusammenzutragen.

Für die aromatische Zubereitung von Tee sind grundsätzlich drei Dinge entscheidend:
1. Die richtige Dosierung
2. Das Wasser bzw. dessen Härtegrad
3. Die Ziehzeit

zu 1. Oft ist auf der Teepackung des losen Tees die Dosierung vermerkt. Eine Faustregel besagt:

Pro Tasse Tee = Ein Teelöffel loser Tee

Für eine Tasse grünen Tees reicht durchschnittlich eine etwas geringere Menge als für schwarzen Tee. Also kann bei grünem Tee von einem „gehäuften Teelöffel“ pro Tasse als Dosierungsempfehlung ausgegangen werden.

zu 2. Schwarzer Tee wird mit sprudelnd kochendem Wasser übergossen, während grüner Tee je nach Geschmack mit 65 bis 75 Grad heißem oder kochendem Wasser aufgebrüht wird. In einigen Ländern, teilweise auch in Deutschland, wird beim grünen Tee der erste Aufguß weggeschüttet. Dies soll angeblich den bitteren Geschmack verhindern – allerdings bleibt die Frage, wieso ein solch bitterer Tee überhaupt zubereitet werden soll. Oft zeugt dies nicht von Qualität des Tees.

Auch für das Wasser gibt es eine Faustregel:

Am Besten frisches, möglichst kalk- und chlorarmes Wasser verwenden (Wasserhärte 0 bis 7° dH). ETWAS längeres Kochen hilft, das Wasser weich zu machen (vgl. Diskussion in den Kommentaren).


Je feiner der Tee ist, umso wichtiger ist, dass kein kalkhaltiges Wasser verwendet wird – sonst geht das Aroma komplett verloren. Interessant ist auch, dass das deutsche Leitungswasser üblicherweise ganz gut mit dem indischen Darjeeling korrespondiert, während dies in England eher nicht der Fall ist. Auch dadurch werden länderspezifische Geschmäcker beim Tee geprägt.

Eventuell kann zur Teezubereitung auch stilles Mineralwasser (aus Flaschen) oder ein Kalkfilter verwendet werden – aber auch hier scheiden sich die Tee-Geister.

zu 3. Die optimale Ziehzeit variiert mit der verwendeten Teesorte. Je nach gewünschter Wirkung von Koffein und Gerbstoffen eignet sich eine Ziehzeit von 3 bis 5 Minuten.

Dr. Tea meint: Der „optimale Aufguß“, falls es diesen gibt, kommt immer nur im Zusammenspiel der drei genannten Punkte zustande. Zur Übung empfiehlt es sich, immer wieder die gleiche Kanne, das selbe Geschirr etc zu verwenden und zwei der drei Komponenten konstant zu lassen. Dann ist ein Vergleich am ehesten möglich und je nach Geschmack können weitere Optimierungen vorgenommen werden.

Ein Tipp zum Schluss: Bei Vorwärmen der Teekanne mit heissem Wasser bliebt der Tee später länger warm – auch ohne Verwendung eines Stövchens.

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2 Antworten auf “Was jeder über Teezubereitung wissen sollte…”

  1. Jörg sagt:

    zum Kommentar: „längeres Kochen hilft Wasser weich zu machen“ kann ich nur sagen bloß nicht!!!!!!!!!! Wenn man Wasser für die Teezubereitung zu lange kocht kann man gleich den ganzen Tee wegschütten. Nicht umsonst ist es in Asien eine große Kunst das Wasser möglichst schnell zum Kochen zu bringen und einer der größten Fauxpas Wasser lange zu erhitzen. Wenn man allerdings nur auf Pfirsisch-Glücksbärchi-Beutel-„TEE“ steht, dann kann man natürlich das Wasser auch kochen solange man will. Für TEE-Trinker empfehle ich es allerdings nicht.
    Das ist auch eine Überleitung zu meiner Frage wann behandelt Ihr hier mal ein paar „exotische“ Tees und schaut über den Tellerrand der deutschen MAinstream Teelandschaft hinaus? Was ist mit PuErh, mit Oolongs, den Shinchas aus Japan, Steintees und und und. Wäre es nicht interessant denn Leuten diese Tees ebenfalls näher zu bringen, und ihnen die, in meinen Augen, wirkliche Welt des Tees behutsam zu zeigen. Wenn Interesse besteht bin ich gerne bereit hier Artikel über soche Tees zu verfassen bzw. zu helfen solche zu veröffentlichen.

    Gruß an alle Tee-Afficionados

    Jörg

  2. admin sagt:

    Hallo Jörg,
    vielen Dank für Deinen Hinweis zum Thema „Wasser weich kochen“. In der Tat ist mit „etwas länger“ kochen nicht das „Totkochen“ des Wassers gemeint. Dementsprechend liegen wir gar nicht weit auseinander mit unserer Ansicht, oder?

    Zum Thema exotische Tees: Die Vorstellung weiterer, exotischerer Sorten wird natürlich folgen.

    Über eine Unterstützung Deinerseits würden wir uns freuen.

    Übrigens: über Oolong-Tee hat Dr. Tea bereits geschrieben: http://www.teelog.de/2007/07/23/besonderer-genus-oolong-tee/

    Liebe Grüße
    doctea

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