Teeanbau: Von der Plantage in die Tasse

Welche Stationen muss eigentlich der Tee durchlaufen, bis er beim Konsumenten in der Tasse landet?

Der Weg ist lang und die alte Kaufmannsregel „Kaufe für eins und verkaufe für zwei“ erklärt, weshalb der Tee letztlich recht teuer ist, wenn man bedenkt, dass der Teepflücker und die Teefabrik nur einen Bruchteil abbekommen.

1. Station: Die Teeplantage
2. Station: Der Exporteur im jeweiligen Land des Teeanbaus; oft auch Teeauktion
3. Station: Importeur etwa in London oder Hamburg
4. Station: Verkauf an den Großhändler
5. Station: Weiterverkauf an das Teegeschäft vor Ort oder einen Internethändler


Eine interessante Übersicht, wer wieviel am Tee verdient, findet sich hier: http://terratee.de/zumkonsument.html.

Pflücklohn für 4 kg frische Teeblätter (ergeben 1 kg Tee): 0,30 €

+ Verarbeitung des Tees, Unterhaltung der Plantage: 1,70 €

+ Abgaben an staatliche Teebehörde, Exportsteuer und Mehrwertsteuer: 0,50 €

= Zwischensumme 2,50 €

+ Transport Colombo (Sri Lanka) – Bremen: 0,40 €

+ Mischen und Verpacken, Handelspanne und Gewinn: 18,65 €

+ Mehrwertsteue: 3,45 €

= angenommener Verkaufspreis 25,00 €


Dr. Tea meint:
Es ist gut, sich diese Dimensionen immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Die Verhältnisse sind ähnlich wie beim Kaffee – allerdings dort wesentlich mehr im Licht der Öffentlichkeit. Es lohnt sich, entsprechende Initiativen für einen fairen Handel zu unterstützen.
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1 Antwort auf “Teeanbau: Von der Plantage in die Tasse”

  1. Alexander Eichener sagt:

    Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Auktionssystem erschiene mir angemessen… vielleicht schreibst Du ja mal was dazu?

    A.E.

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