Jasmintee

Jasmintee


Jasmintee ist schon seit vielen Hundert Jahren bekannt, die ersten Aufzeichnungen stammen noch aus dem Jahre 980. In dieser Zeit war die Sung-Dynastie, die von 960 bis 1279 herrschte, allgegenwärtig. Der Jasmintee entstand damals, als versucht wurde, andere hochwertige Tees geschmacklich noch weiter zu verfeinern.

Die stark duftenden und lieblichen Jasminblüten durften für die perfekte Herstellung jedoch erst abends gepflückt werden, als der Duft seinen Höhepunkt erreichte. Durch Zugabe zu grünem Tee oder halb fermentiertem Tee, wie dem Oolong, sollten diese ohnehin schmackhaften Sorten noch weiter verfeinert werden. Bei der Herstellung wird zwischen dem klassischen Jasmintee unterschieden, der durch die gemeinsame Trocknung der Jasminblüten und Teeblätter entsteht und der Variante, dass die Teeblätter mit dem Aroma der Jasminblüten bedampft werden. Die besten Qualitäten entstehen bei einer mehrtägigen gemeinsamen Lagerung von Jasminblüten und Teeblättern.


Jasmintee wirkt auf Körper und Seele

Aufgrund des starken Aromas, das der Jasmintee von den Blüten erhält, kann er die Sinne wahrlich betören. Der angenehme und liebliche Duft des Tees erfreut die Sinne, kann beruhigen, aber gleichzeitig regt der Tee durch seinen Koffeingehalt an. Deshalb sollte er auch nicht zu spät am Abend genossen werden.

Ein weiterer Vorteil des Jasmintees: Es wird ihm nachgesagt, dass er sich bei regelmäßigem Genuss auch äußerst positiv auf die Gesundheit und das Immunsystem auswirken kann. Nicht zuletzt wird diese Kräftigung des Immunsystems auch auf die entspannende Wirkung des Jasmintees an sich zurück geführt. Wichtig ist lediglich, dass die aromatische Vielfalt wirklich mit allen Sinnen genossen wird. Nur so kann der Jasmintee seine volle Wirkung entfalten und auf Körper, Geist und Seele gleichermaßen Einfluss nehmen.


Herstellung von Jasmintee

Um Jasmintee herzustellen, bedarf es einer großen Erfahrung. Denn die Herstellung eines wohlduftenden Tees ist nur schwerlich durch Laien möglich. Beim Jasmintee muss sich zunächst für einen Basistee entschieden werden. Dies kann entweder grüner Tee oder Oolong sein. Die bekannteste Anbauregion für den Jasmintee ist Fujian in China. Wichtig ist, dass die Jasminblüten nur dann gepflückt werden, wenn sie den Höhepunkt des Duftes erreicht haben. Dies ist in der Regel am frühen Abend der Fall, wenngleich oft auch vom Pflücken der Jasminblüten im Mondschein gesprochen wird.

Die Jasminblüten werden in die Teeblätter gelegt, die dadurch das einzigartige Aroma und den Duft der Blüten annehmen sollen. Hier wird unterschieden zwischen einem und drei Tagen, die die Blüten im Tee liegen. Mehrfach wird der Vorgang mit frischen Jasminblüten wiederholt, bis der Tee das Aroma vollständig angenommen hat. Die verwelkten Blüten werden dabei natürlich wieder aus dem Tee genommen und durch frische ersetzt.

Eine andere Variante sieht es vor, dass die Jasminblüten über den Teeblättern gedämpft werden. Auch hierbei sollen die Blüten ihr Aroma an den Tee abgeben. Diese Herstellungsvariante wird von wahren Teekennern als noch besser angesehen, da der Tee noch hochwertiger wird.


Die Sorten

Natürlich gibt es auch beim Jasmintee verschiedene Sorten. So sind hier die Drachen Phoenix Kugeln zu nennen, der China Jasmin Chung Hao, der Jasmintee China und der Jasmintee Finest Superior Yin Hao.

Bei den Drachen Phoenix Kugeln werden die Jasminblüten mehrfach zum Tee gelegt und wieder aussortiert, sowie durch frische Blüten ersetzt. Die Teeblätter werden dann zu kleinen Kügelchen geformt und erhalten ein fruchtig-zartes Aroma. Der China Jasmin Chung Hao erhält einen eher blumigen Geschmack, der sehr harmonisch ist. Beim Jasmintee China ist der Geschmack nur sehr zart, dafür ist dieser Tee sehr rein und ergibt einen Aufguss, der gelb bis orange wird. Die letzte Sorte, der Jasmintee Finest Superior Yin Hao hingegen wirkt recht erfrischend, vor allem im Nachgeschmack macht sich dies bemerkbar.


Die richtige Zubereitung für Jasmintee

Da Jasmintee zumeist auf grünem Tee basiert, ist die Zubereitung diesem recht ähnlich. Am besten eignet sich gefiltertes Wasser, denn dieses enthält keinen Kalk mehr, der für den Teegenuss wirksam ist. Auf eine Tasse Jasmintee kommt etwa ein gehäufter Teelöffel des aromatischen Aufgussgetränks. Dieser darf jedoch nicht mit kochendem Wasser übergossen werden. Vielmehr sollte das Wasser lediglich 80° Celsius heiß sein. Einfach kann dies durch Zugabe eines Schlucks kalten Wassers nach dem Kochen erreicht werden.

Bei einer zu heißen Überbrühung des Jasmintees wird dieser nur unnötig bitter und verliert sein zartes Aroma und den angenehmen, betörenden Duft. Ebenfalls sollte stets sehr sauberes, idealerweise gefiltertes Leitungswasser verwendet werden. Das falsche Wasser kann den Jasmintee schnell in seinem Aroma verfälschen.

Die einzelnen Schritte

Wer den Jasmintee einmal besonders interessant zubereiten will, übergießt den losen Tee zunächst nur mit wenig Wasser. Der Tee sollte lediglich mit Wasser bedeckt sein und dann für eine halbe Minute zugedeckt ziehen. Danach erst wird die Tasse oder die Kanne mit weiterem 80° Celsius heißem Wasser aufgebrüht.

Bei der Ziehzeit gehen die Meinungen wieder auseinander, einige Teegenießer wollen den Jasmintee nicht länger als zwei Minuten ziehen lassen, andere gehen davon aus, dass eine Ziehzeit von vier bis sechs Minuten erst den richtigen Geschmack mit sich bringt. Der Jasmintee kann allerdings mehrfach aufgegossen werden, bei sehr hochwertigen Tees sind bis zu zehn Aufgüsse möglich. Der dritte Aufguss gilt bei den Teekennern dabei als der schmackhafteste. Allerdings sollte die Ziehzeit bei jedem weiteren Aufguss um etwa eine halbe Minute verlängert werden.


Jasmintee und die Gesundheit

Jasmintee wird in der Regel auf Basis von grünem Tee produziert. Somit ergeben sich auch bei dieser Sonderform zahlreiche gesundheitliche Wirkungen. Diese sind insbesondere auf die hohen Anteile an Vitamin C, A und B12 zurückzuführen. Ebenfalls enthalten sind Kalium, Magnesium, Fluor, Koffein, Kupfer, Nickel, und weitere Mineralstoffe aller Art. Der enthaltene Stoff Tannin soll beispielsweise helfen, den Alterungsprozess des Menschen aufzuhalten. Der Jasmintee und der grüne Tee werden deshalb nicht selten als Jungbrunnen schlechthin angesehen.

Ebenfalls können die Prozesse vermieden werden, die den Krebs auslösen. Hoher Blutdruck wird bei regelmäßigem Teegenuss verhindert und auch arterielle Erkrankungen können vermieden werden, wenn regelmäßig grüner Tee getrunken wird. Jasmintee kann jedoch noch mehr. So wird der Fettaufbau in der Regel verhindert oder deutlich verringert. Deshalb werden grüne Tees, wie der Jasmintee oder der Oolong häufig zu deftigen und schweren Speisen getrunken. Als Wundermittel zum Abnehmen ist Jasmintee des Öfteren beworben worden, allerdings sollte solchen Aussagen nur bedingt Glauben geschenkt werden.


Jasmintee und die Seele

Vor allem auf die seelische Gesundheit kann sich der Jasmintee positiv auswirken. Alleine das Erlebnis, das mit dem Duft einer frisch zubereiteten Tasse Jasmintee entsteht, ist atemberaubend. Das einzigartige Aroma betört die Sinne und wirkt äußerst entspannend.

Wer Stress abbauen will, der hat mit Jasmintee schon einmal die Grundlage dafür geschaffen. Dass Stress schädlich ist, dürfte Jedermann klar sein. Doch wer sich ein Beispiel an der Teezeremonie Chinas und Japans nimmt, der wird mit einer guten Tasse Jasmintee herrlich entspannen können. Jasmintee bietet sozusagen Wellness für Körper, Geist und Seele, so dass jeder von dem Genuss dieses aromatisch duftenden und schmeckenden Tees profitieren kann.

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5 Antworten auf “Jasmintee”

  1. Billigflüge sagt:

    Ich trinke bevorzugt im Winter Jasmintee, um meinen Körper und meinen Geist zu beruhigen.
    Wenn ich gestresst von der Arbeit nach Hause komme, fällt es mir manchmal sehr schwer abzuschalten und klare Gedanken zu fassen.

    Aus diesem Grund gehe ich zunächst in die Badewanne und danach trinke ich meinen Tee.

    Ich liebe das Gefühl nachdem Ich die totale Entspannung erlangt habe.

  2. Chef Oli sagt:

    Jasminetee trinke ich nicht nur gerne, ich benutze ihn auch zum kochen. Man kann chinesische Gemüse hervorragend in diesem Tee blanchieren.

  3. Julio sagt:

    Ich liebe Jasmintee, man darf ihn nur nicht zu lange ziehen lassen.

  4. Kevin sagt:

    Ich trinke immer nach der Arbeit eine Teekanne Jasmintee.

  5. Teefee sagt:

    Ein edler Jasmintee darf in keinem Teesortiment eines Teeliebhabers fehlen! Habe soeben gelesen, dass man über kochendem Jasmintee Fischfilet oder Entenfleisch wunderbar dämpfen kann. Das verleiht dem Fleisch/Fisch ein besonderes Aroma. Klingt eigentlich ziemlich gut, mal ausprobieren!

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