
Die Teeshopwahl 2009 hat begonnen. Auf den Seiten der jeweiligen Bewerber (Liste nachfolgend) kann jeder seine Stimmen für “seinen” Lieblingsshop abgeben, womit er die einzelnen Kriterien, die dann einen Gesamtwert ergeben, bewertet.
Zugleich kann man in der Spalte ganz rechts eine Stimme abgeben, mit dem man den Shop in seiner Gesamtheit wählt – diese Stimmen sind ausschlaggebend.
Mit den Kriterien wird lediglich noch eine Entscheidungshilfe gegeben, aber diese können nicht alleine ausschlaggebend sein, da damit oftmals auch ein “Niedermachen” der Konkurrenz einhergeht.
Vielleicht gibt es für die Wahl im nächsten Jahr noch Vorschläge, wie es am “fairsten” ablaufen kann.
Die Abstimmung läuft bis zum 20.12.2009.
*Update*
Es hat sich herausgestellt, dass mittels Cookieblocker es einige Besucher mit Ihrer Stimmabwertung “zu gut gemeint” haben. Daher werden anhand der Log-Datei einige Stimmen herausfallen.
Das endgültige Ergebnis wird in wenigen Tagen bekannt gegeben.
Trotzdem allen eine frohe Weihnacht und gute Geschäfte
Allen Beteiligten viel Erfolg.
Die Teilnehmer:
Beste Grüße
Dr. Tea
Hallo liebe Teefreunde,
nachdem im letzten Jahr die Wahl zum Teeshop des Jahres so gut angekommen ist, möchte ich diese auch im Jahr 2009 durchführen.
Leider ist es aufgrund des zeitlichen Rahmens nicht möglich, die Ladengeschäfte – in einer separaten Abstimmung von den Onlineshops – zu wählen; aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. 2010 wird es garantiert 2 Wahlen geben.
Damit wird dieses Mal “nur” der Onlineshop des Jahres gewählt; Änderungen gibt es auch, denn heuer besteht die Möglichkeit, bei jedem Shop Punkte für diverse Kategorien zu vergeben.
Momentan sind folgende Kategorien eingeplant:
- Shopaufbau: wie ist die Seite aufgebaut? Findet man sich leicht zurecht? Gibt es genügend Infos und Bilder zu den Produkten?
– Lieferzeit: muß man sehr lange auf eine Lieferung warten oder geht es schneller als die Polizei erlaubt?
– Bezahlmöglichkeit: wird nur auf Vorkasse geliefert oder ist Paypalzahlung oder gar Lieferung mit Rechnung möglich?
Das Abstimmungsmodul könnte folgendermaßen aussehen:
Wenn Sie sich für eine Teilnahme interessieren, melden Sie sich einfach kurz per EMail an dr.tea@teelog.de und Sie erhalten in Kürze mehr Infos dazu.
Euer Dr. Tea
Hallo liebe Teefreunde,
zum Wochenanfang stelle ich in der Teereihe dieses Mal den Oolong-Tee vor.
In dieser Woche wird dann ein Urlaubsangebot mit Teebzug vorgestellt sowie der Tee des Monats Oktober. Ferner gibt es Infos zur Shopwahl des Jahres, für die ich noch Tipps und Anregungen brauchen kann….
Euch allen eine schöne Woche
Es grüßt
Dr. Tea
Was ist Oolong Tee?
Oolong Tee ist traditionell in China heimisch, hier kennt man den Tee bereits seit vielen Jahrhunderten. Der Oolong Tee ist ein besonderer Tee, der zwischen dem grünen und dem schwarzen Tee angesiedelt ist. Er wird nur halbfermentiert. Der Name Oolong bedeutet dabei auf Deutsch soviel wie „Schwarzer Drache“ oder „Schwarze Schlange“.
Um die Namensentstehung ranken sich verschiedene Legenden, von denen kaum eine zu beweisen ist. Am bekanntesten ist jedoch die Legende, dass ein Teebauer einst seine Ernte von Teeblättern auf der Plantage ausbreitete. Plötzlich sah er eine schwarze Giftschlange und erschrak über deren Anblick so sehr, dass er davon rannte. Erst nach einigen Tagen konnte er sich wieder beruhigen und kam zurück zu seiner Teeplantage. Die Teeblätter waren mittlerweile durch die Sonneneinstrahlung oxidiert und schwarz geworden. Doch bevor der Teebauer sich entschloss, die Ernte zu verbrennen, bereitete er aus einem Teil der Blätter einen Tee zu. Damit war der Oolong Tee geboren.
Aufgüsse und Bezeichnungen.
Der Oolong Tee wird meist mehrfach aufgegossen. Dabei verliert er jedoch keineswegs an Geschmack, so dass die einzelnen Aufgüsse sogar spezielle Namen aus der traditionellen Tee Zeremonie erhielten. Der erste Aufguss des Oolong Tees wird demzufolge als „Tee des guten Geruchs“, der zweite Aufguss als „Tee des guten Geschmacks“ und der dritte Aufguss als „Tee der langen Freundschaft“ bezeichnet.
Der Oolong Tee kann bei richtiger Lagerung über viele Jahre haltbar bleiben und verbessert dabei stetig das ihm ureigene Aroma. In diesem Fall spricht man auch vom gelagerten Oolong Tee. Der Tee zeichnet sich ebenfalls im Koffeingehalt aus, der ebenso wie die Herstellung des Tees, zwischen grünem und schwarzem Tee liegt. Mehr Koffein als in grünem, aber weniger als in schwarzem Tee ist in ihm enthalten.
Anbaugebiete von Oolong Tee
Zwar stammt der Oolong ursprünglich aus China, doch wird er heute in Taiwan, Indien, Malaysia, Malawi, Kenia und auch Vietnam angebaut. Zudem unterscheiden sich die Geschmacksrichtungen je nach Anbaugebiet sehr stark voneinander.
Der beste Oolong Tee soll beispielsweise aus Taiwan stammen. Es handelt sich hierbei um den Oriental Beauty. Die traditionellen Anbaugebiete in Taiwan sind Xinzhu, Miaoli, sowie Pinglin. Der berühmte Dong Ding Oolong stammt aus Taiwan, er wurde nach dem gleichnamigen Berg benannt. Der Geschmack ist kräftig und würzig, leicht blumig. Ebenfalls aus Taiwan stammt der Jade-Oolong, der deutlich kürzer als die anderen Sorten fermentiert wird. Deshalb zählt er eher zu den grünen Tees. Er hat einen intensiven Geschmack und duftet recht stark. Die Oolong Tees aus Taiwan werden übrigens unter dem Oberbegriff Formosa Oolong Tees zusammengefasst.
Aber auch aus China stammen sehr bekannte und hochwertige Variationen des Oolong Tees. Hier ist die Provinz Fuijan besonders bekannt für den Anbau des Tees, speziell die Region Te Kwan Yin. Ebenfalls zählen der Chao´an und der Guangdong zu den sehr bekannten Teegärten der Welt. Von hier stammt im Übrigen der Phönix Dan Cong. Die Teesorten aus China werden sehr eng gerollt und weisen einen würzigen, leicht pikanten Geschmack auf. In China selbst wird der Oolong Tee auch als Wulong Tee bezeichnet.
Weitere Anbaugebiete
Wer sich für Oolong Tee aus Darjeeling entscheidet, erhält hier weniger eng gerollte Blätter, die noch etwas offen stehen. Sie erhalten beim Aufgießen einen leicht nussigen Geschmack, das Aroma hingegen erinnert an Blumen.
Seit einigen Jahren werden noch in weiteren Anbaugebieten der Welt Oolong Tees produziert. Allerdings unterscheiden sich diese im charakteristischen Geschmack teils deutlich von den originalen Oolong Tees aus China und Taiwan.
Herstellung von Oolong Tee
Oolong Tee ist ein nur halb fermentierter Tee – so zumindest die allgemein gültige Definition. Allerdings kann der Tee noch in weitere Unterklassen eingeteilt werden. Diese unterscheiden sich jeweils nach dem Grad der Fermentation, der zwischen zehn und bis zu 70 Prozent liegen kann.
Zunächst müssen die Teeblätter jedoch getrocknet werden, was bei sehr guten Qualitäten in der Sonne geschieht. Nach etwa zwei Stunden wird die Trocknung abgebrochen, die Teeblätter werden leicht zusammengerollt. Durch dieses Einrollen brechen die Kanten der Blätter auf und der Pflanzensaft beginnt, auszutreten. Das ist dann die Fermentation, die nach einiger Zeit durch das Erhitzen der Blätter wieder abgebrochen wird.
Die Arten nach dem Grad der Fermentation
Aufgrund der unterschiedlichen Fermentationsgrade werden verschiedene Oolong Sorten unterschieden. Die vier Grundtypen sind Pouchong, Zhen Cha Oolong, So Cha Oolong und Kao Shan Cha Oolong.
Der Pouchong weist lediglich eine Fermentation von zwölf Prozent auf. Er erhält dadurch einen fruchtigen und süßlichen Geschmack, der dennoch einige Bitterstoffe enthält.
Der Zhen Cha Oolong wird etwa bis zu 30 Prozent fermentiert. Der sich daraus ergebende Geschmack ist intensiv fruchtig.
Der So Cha Oolong kann bis zu 50 Prozent fermentieren, der Geschmack ist süßlich und rauchig.
Der Kao Shan Cha Oolong ist zwar ebenfalls nur bis zu 30 Prozent fermentiert, wird aber im Hochland angebaut, wodurch sich wieder ein gänzlich anderer Geschmack ergibt. Er ist eher feinherb und die Blätter erhalten eine goldgrüne Farbe.
Obwohl viele Teekenner nur drei Unterarten des Oolong Tees unterscheiden, zählt doch auch die vierte Art zu dieser Teesorte, da sie ebenfalls zwischen dem grünen und dem schwarzen Tee angesiedelt ist, was die Fermentation und den Geschmack betrifft.
Die richtige Zubereitung von Oolong Tee
Auch bei der Zubereitung des Oolong Tee sind einige Dinge zu beachten. So sollte dieser feine Tee stets in Tonkannen zubereitet werden. Eine neue Tonkanne sollte mit den überbrühten Teeblättern mindestens einen Tag stehen gelassen werden, um eine Patina zu entfalten, die den Geschmack deutlich verstärkt. Diese Patina bleibt in der Kanne enthalten, weshalb die Kanne nicht für andere Tees verwendet werden sollte. Ebenso darf sie nur mit klarem Wasser ausgespült werden. Vor dem Befüllen der Kanne ist es sinnvoll, sie vorzuwärmen. Hierfür kann sie einfach mit heißem Wasser ausgespült werden.
Die Blätter werden dann in die Kanne gegeben, da Oolong Tee ein sehr großes Volumen aufweist, reicht weniger Tee in der Regel aus. Der
Tee sollte mit etwa 90 bis 95° C heißem Wasser übergossen werden. Wichtig ist, dass das Wasser nicht mehr kocht, wenn die Teeblätter überbrüht werden. Die Ziehzeit beträgt beim ersten Aufguss etwa zwei bis fünf Minuten. Danach sollte der fertige Tee in eine andere Kanne umgefüllt werden, die Blätter sollten nicht in diese gegeben werden. Andernfalls würden sich nur unschöne Bitterstoffe entfalten, die ungewollt sind.
Das richtige Wasser und weitere Zubereitungsvarianten
Wichtig ist auch das Wasser. Es sollte weder Chlor, noch Kalk enthalten. Leitungswasser kann durch einen Wasserfilter entsprechend von Fremdstoffen befreit werden. Die Zugabe von Mineralwasser eignet sich jedoch nicht, da dieses einen sehr hohen Eigengeschmack aufweist. Deshalb sollte darauf verzichtet werden.
Andere Variationen der Zubereitung von Oolong Tee gibt es ebenfalls. Meist ist hierbei die Rede von der Kung-Fu Art oder Gong Fu Cha. Dabei werden unzählige Schritte eingeleitet, die vom Waschen des Geschirrs, bis zum mehrfachen Übergießen mit jeweils unterschiedlichen Ziehzeiten reichen.
Für diese Variante der Zubereitung wird nicht nur Fingergeschick benötigt, sondern auch einiges an Zubehör. Dazu zählen Tassen zum Trinken und zum Riechen, Kannen und Zwischenkannen, sowie ein Auffangbecken, in welchem das Brauchwasser gesammelt wird.
Oolong Tee und die Gesundheit
Neben seinem einzigartigen Geschmack bietet der bekannte Oolong Tee auch zahlreiche positive Wirkungen für die Gesundheit. Insbesondere die Auswirkungen auf den Fettabbau im menschlichen Körper wurden eine Zeit lang sehr stark beworben, wobei sicher einige Übertreibungen erfolgten. Dennoch kann tatsächlich nachgewiesen werden, dass Oolong Tee bei den Chinesen schon seit langer Zeit ein wichtiger Bestandteil der Ernährung ist und insbesondere zu schweren und fetten Speisen gereicht wird.
Der Oolong Tee kann das Nervensystem stimulieren und den Stoffwechsel anregen. Ebenfalls enthält der Tee sehr viele Polyphenole. Diese bekämpfen Triglyceride, die sich zum Einen gesundheitsschädlich auswirken, zum Anderen aber auch dem Fettaufbau dienen können. Mit dem Oolong Tee kann der Fettverbrennungsprozess somit angeschoben werden, wodurch der Aufbau von Fett unterbunden wird.
Weitere Wirkungen
Ebenfalls kann Oolong Tee freie Radikale im Körper bekämpfen. Mit den enthaltenen Antioxidantien bekämpft der Tee die freien Radikalen, die zu Zellschäden führen. Diese wiederum sind für den Alterungsprozess verantwortlich, aber genauso für die Entstehung vieler Krankheiten, darunter Krebs. Davor schützt der Tee besonders gut, kann jedoch ebenfalls als kleiner Jungbrunnen bezeichnet werden, der die Faltenbildung verringert und viele Hautleiden deutlich lindern kann. Das belegen sogar wissenschaftliche Studien.
Ebenfalls soll der Oolong Tee Bakterien im Magen abtöten, die zu Mundgeruch führen. Durch deren Abtötung bleibt das peinliche Leiden von Mundgeruch aus. Weiterhin haben Studien ergeben, dass sich der regelmäßige Genuss von Oolong Tee positiv auf die Zähne auswirken soll. Außerdem ergab eine Studie, dass der Oolong Tee das Immunsystem stärken kann, indem antibakterielle Eiweiße gebildet werden.
Hallo liebe Teefreunde,
eine Grippe hat uns alle etwas erwischt und daher mußte ich leider eine Schaffenspause einlegen.
Nun geht es aber wieder weiter und ich stelle Euch hiermit den Genmaicha etwas näher vor.
Viel Vergnügen beim lesen…
Beste Grüße und eine schöne Woche wünscht
Dr. Tea
Was ist Genmaicha?
Der Genmaicha zählt zu den grünen Tees, ist jedoch eine besonders exotische Mischung. Das Wort „Genmai“ bedeutet übersetzt so viel wie Naturreis. Begründet ist der Name durch die Mischung von grünen Blatt-Tees mit gerösteten Reiskörnern. Im Geschmack ähnelt der Genmaicha dem Bancha. Bis zu 50 Prozent der gerösteten Vollkorn-Reiskörner können im Genmaicha enthalten sein. Viele verwechseln die Reiskörner auch gerne mit Popcorn, doch dieses wird aus Mais hergestellt.
Die Grundlage für den Genmaicha bilden übrigens die Blätter des Bancha-Tees. Auch farblich bemerkt man schnell die Basis des Genmaicha-Tees, denn die typische Bancha-Farbe bleibt in dem hellgrünen Aufguss erhalten.
Der Geschmack
Der Genmaicha weist einen einzigartigen Geschmack auf, der leicht nussig, leicht süß aber auch etwas nach Karamell schmeckt. Durch den leichten Reis-Geschmack wird der oft als herb empfundene Bancha deutlich abgemildert.
In Japan wird Genmaicha besonders gerne getrunken. Die Japaner lieben den Tee zum Nachmittag. Die verbleibenden Reiskörner werden dann gerne als Knabberei nach dem Tee genossen. Doch genauso passt der Genmaicha zu Fischsorten, die am Mittag oder Abend genossen werden. Alles in allem ist der Genmaicha ein Tee, der zu allen Tageszeiten genossen werden kann, da er weder einen zu schwachen, noch einen zu aufdringlichen Geschmack aufweist.
Der Genmaicha ist etwas für Liebhaber von exotischen Mischungen der besonderen Art. Durch den Reisgeschmack fühlt man sich gleich in Asien heimisch. Wer jedoch den Genmaicha einmal verkostet und sich von dem einzigartigen Aroma überzeugt hat, der wird kaum einen anderen Tee mehr genießen wollen. Denn die bezaubernde, süßliche Note, die anderen Grüntees oft fehlt, ist beim Genmaicha in jedem Fall gegeben.
Geschichtliche Legenden um den Genmaicha
Die Geschichte, die sich um den Genmaicha Tee rankt, ist zwar wissenschaftlich nicht eindeutig nachgewiesen, birgt aber sehr interessante Legenden. So soll der Tee eigentlich eher zufällig entstanden sein, und das bereits im 15. Jahrhundert. Die Grüntees werden grundsätzlich leicht erhitzt, um die Fermentierung zu vermeiden. Diese würde dafür sorgen, dass die Teeblätter ihre typische grüne Farbe verlieren, doch gerade sie soll bei grünem Tee erhalten bleiben.
Nun trug es sich laut Legenden so zu, dass ein unachtsamer Diener den raren und wertvollen Tee zu lange erhitzt hat. Zusätzlich soll er ihn noch mit Reiskörnern verunreinigt haben. Als sein Herr das mitbekam, ließ der Samurai den Diener töten. Kurz darauf probierte er den vermeintlich missratenen Tee und stellte erschüttert fest, dass dieser einen ganz einzigartigen Geschmack aufwies.
Spätere Entwicklung
Zwar gibt es auch Stimmen, die behaupten, dass der Genmaicha bereits seit Tausenden von Jahren bekannt ist, doch ist die überlieferte Legende noch die am weitesten verbreitete. Neben den Bancha-Teeblättern, die gemeinhin als Basis für den Genmaicha-Tee verwendet werden, gibt es diesen Tee ebenfalls auf Basis von Sencha. Welche der beiden Varianten der Einzelne bevorzugt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen, das ist eine reine Frage des Geschmacks.
In jedem Fall wurde der Genmaicha insbesondere in den Zeiten sehr häufig zubereitet, als der Tee knapp war. Als eines der teuersten Wirtschaftsgüter wurde der Tee mit gerösteten Reiskörnern versetzt, um ihn so zu strecken und ergiebiger zu machen. Erst deutlich später, als Tee weiter verbreitet war, wurde der Genmaicha mehr wegen des Geschmacks, als wegen der Sparsamkeit der Rohstoffe genossen.
Anbaugebiete für Genmaicha
Konkrete Anbaugebiete für den Genmaicha lassen sich nur schwerlich bestimmen, da es immer darauf ankommt, welche Teesorte als Basis verwendet wird. In der Regel werden jedoch alle Teesorten, die für den Genmaicha verwendet werden, in Japan angebaut.
Am häufigsten ist dort der Sencha Tee zu finden. Dieser Grüntee macht ungefähr drei Viertel der gesamten Tee-Produktion Japans aus. Für den Sencha Tee werden ausschließlich Teeblätter aus der ersten Pflückung verarbeitet. Meist werden jedoch nur die obersten Blätter gepflückt, da in diesen die meisten Wirkstoffe enthalten sind.
Der Bancha hingegen wird erst später gepflückt, etwa zwei Wochen nachdem die Haupternte abgeschlossen ist. Hierbei werden die nachgewachsenen Blätter genutzt, außerdem enthält der Bancha noch Bestandteile von Stängeln. Es kommen somit gröbere Bestandteile zum Einsatz, die auch etwas weniger Wirkstoffe enthalten. Dadurch ist der Bancha günstiger im Preis. Dennoch behält er ein großartiges Aroma, das verzaubern kann.
Die Anbaugebiete im Überblick
Als bekanntestes Anbaugebiet für Tee in Japan ist sicherlich die Region um Shizuoka zu nennen. Gut die Hälfte aller japanischen Tees wird dort hergestellt. Der Sencha Tee wird aber auch in der Region Hishida angebaut, wo besonders gute Qualitäten erreicht werden.
Genauso werden Tees in den japanischen Regionen Uji, Kyoto und Fukuoka angebaut. Die buddhistischen Mönche sollen den grünen Tee, im Übrigen die einzige Teeart, die in Japan angebaut wird, bereits vor mehr als 1.000 Jahren in das Land gebracht haben. Während der Sencha Tee in Japan am bekanntesten ist, wird für besonders festliche Anlässe und spezielle Tee Zeremonien eher der Matcha verwendet.
Die richtige Zubereitung für Genmaicha
Wie bei allen Grüntees kommt es auch beim Genmaicha, als Mischung aus grünem Tee und gerösteten Reiskörnern, auf die richtige Zubereitung an. Entscheidend sind hierbei das Wasser und dessen Hitze, wenn der Tee damit übergossen wird.
In jedem grünen Tee sind so genannte Tannine enthalten. Dabei handelt es sich um Bitterstoffe, die bei einem zu heißen Aufguss des Genmaicha Tees freigesetzt werden. Um den daraus resultierenden bitteren Geschmack zu vermeiden, ist bei der Zubereitung einiges zu beachten. Grundsätzlich muss das Wasser zunächst zum Kochen gebracht werden. Danach sollte es jedoch auf 80° C herunter gekühlt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Tee sein angenehmes, mildes Aroma mit dem feinen Röstgeschmack erreicht.
Teemenge und Ziehzeit
Je Tasse Tee sollten etwa drei Gramm Genmaicha verwendet werden. Dies entspricht zwei bis drei Teelöffeln. Ausgegangen wird von einer kleinen Tasse, nicht jedoch von einem Kaffeebecher. Die Ziehzeit sollte nicht mehr als eine Minute betragen, wobei sich die Geister hier scheiden. Während einige eine Minute als ausreichend ansehen, sind andere Teeliebhaber bereits nach etwa 30 Sekunden mit dem Ergebnis zufrieden.
Als Faustregel gilt jedoch, dass sich die Ziehzeit bei mehrfachen Aufgüssen deutlich verkürzt. So sollte beim zweiten, dritten oder vierten Aufguss eine deutlich kürzere Ziehzeit genutzt werden, um das Aroma zu erhalten. Bei den sehr hochwertigen Genmaicha Sorten sind etwa drei bis fünf Aufgüsse möglich. Hier kommt es jedoch wiederum immer auf den individuellen Geschmack des Einzelnen an.
Ideal geeignet für das Servieren des Genmaicha sind im Übrigen dickwandige Tassen, die die Wärme des Wassers halten. Vor dem Aufguss sollten die Tassen zudem vorgewärmt werden. Hierfür ist lediglich heißes Wasser hinein zu gießen und nach einer Minute wieder abzuschütten.
Hallo liebe Teefreunde!
Kurz vor dem Wochenende noch ein Artikel zu einem etwas “ungewöhnlicherem” Tee – dem Ingwertee, den viele wegen seiner gesundheitlichen Aspekte schätzen.
Dr. Tea wünscht Euch ein schönes Wochenende – bis zum Montag
Wissenswertes
Ingwer ist schon lange für seine heilende Wirkung bekannt. Neben seinem Einsatz als Gewürz wird er auch gern als Tee verwendet. In der Regel wird Ingwer frisch weiter verwendet, er ist aber genauso getrocknet in Stücken oder als Pulver erhältlich.
Der natürliche Lebensraum des Ingwer ist Malaysia und Indien. Weitere Anbaugebiete liegen in China. Ebenso in Europa wächst der Ingwer, jedoch nicht als natürlich vorkommende Pflanze, sondern nur in speziell angelegten Anbaukulturen.
Von der Pflanze findet ausschließlich der Wurzelstock Verwendung, der sich unter der Erde waagerecht ausbreitet und dabei viele Abzweigungen bildet. Über der Erde ist von der Pflanze nur ein Stängel mit einer braunen, violetten oder gelben Blüte zu sehen, die vom Aussehen her an Orchideen erinnert.
Herstellung
Der Ingwer wird im Herbst geerntet. Dabei wird der Wurzelstock ausgegraben und im Ganzen oder stückweise weiter verkauft. Normalerweise wird der Ingwer frisch verwendet. Die Schnittstelle trocknet jeweils ein, wodurch die Knolle eine sehr lange Lagerzeit besitzt, ohne zu schimmeln. Der Ingwer wird darüber hinaus in Stücken getrocknet oder in Pulverform zum Würzen angeboten.
Zubereitung und Wirkungsweise
Für einen Ingwertee wird vorzugsweise eine frische Knolle verwendet. Je nachdem, wie groß die Wurzel ist, wird ein Stück der Wurzel geschält und in dünne Scheiben geschnitten. Für eine große Tasse sollten es zwischen vier und sechs Scheiben sein. Die Wassermenge für die Tasse wird in einem Topf zum Kochen gebracht. Die Ingwerscheiben dazugeben, kurz aufkochen lassen und dann zwischen zehn und 20 Minuten ziehen lassen, je nachdem, wie viel Schärfe in dem Getränk gewünscht ist. Zum Abrunden und vor allem bei Erkältungskrankheiten, empfiehlt sich vor dem Genuss noch die anschließende Zugabe von dem Saft einer halben Zitrone sowie Honig nach Geschmack.
Ingwer ist besonders für seine Wirkung gegen Übelkeit bekannt. Er kann frisch gekaut oder als Tee getrunken werden. Er kann für alle Arten von Magenbeschwerden und Übelkeit eingesetzt werden.
Sowohl bei Magen-Darm-Infekten als auch bei Reiseübelkeit ist der Ingwer hilfreich. Sogar Magengeschwüre können mit dem Ingwertee bekämpft werden.
Schwangere, die unter Übelkeit leiden, sollten jedoch auf den Genuss von Ingwer verzichten, obwohl immer wieder von Frauenärzten und manchen Hebammen dazu geraten wird. Ingwer hat jedoch eine wehenfördernde Wirkung, was in der Frühschwangerschaft, wenn die Übelkeit auftritt, nicht gewollt ist. Neben der positiven Wirkung auf Magen und Darm hilft Ingwer ebenfalls bei Erkältungskrankheiten. Im Winter kann er zur Unterstützung des Immunsystems und zum Aufbau der Abwehrkräfte täglich genossen werden. Durch seine Schärfe ist er besonders zum Aufwärmen, nach dem Aufenthalt in der Kälte sehr wohltuend.
Ingwer hat weiterhin eine entkrampfende Wirkung, was sich bei Menstruationsbeschwerden positiv auswirkt.
Guten Morgen liebe Teefreunde,
auch heute wieder ein Bericht zur Teezeremonie, diesmal aus dem Bereich Indien.
Morgen kommt ein ausführlicherer Artikel zum Thema Jasmintee.
Dr. Tea würde sich freuen Euch auch morgen wieder begrüßen zu dürfen….
Teezeremonie in Indien
Natürlich gibt es auch in der Heimat des wohltuenden Getränks Tee, also Indien, eine ganz eigene Art der Zubereitung für Tee. Hier wird jede Nahrungsaufnahme als wahres Fest angesehen, alleine die Gewürze, die in reichhaltiger Auswahl in der indischen Küche zu finden sind, machen die Mahlzeit zu einem Fest für die Sinne. Doch damit nicht genug, denn zu jeder Mahlzeit gehört natürlich ein Chai-Tee der besonderen Art.
Mehr als 80 Kulturen und Sprachen finden sich in Indien. Somit sind auch die häufig verzehrten Speisen und Mahlzeiten immer wieder anders ausgestaltet. In einem sind sich die Inder aber einig, zu einer guten Mahlzeit gehören Curry und ein Chai-Tee.
Die geschichtliche Entwicklung
In Indien wurden bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts Teeblätter verwendet, um Tee herzustellen, aber genauso aromatische Salate. Allerdings war der wohlschmeckende Tee noch bis ins 19. Jahrhundert den Maharadschas vorbehalten. Von den Maharadschas, den Kolonialbeamten und der Oberschicht Indiens wurde auch die dortige Teezeremonie maßgeblich beeinflusst.
Produziert werden im Land des Tees die bekannten Sorten Darjeeling, Assam, Nilgiri und die Yogi-Tees. Mittlerweile sind die Tees auch für die einfachen Bürger von Indien erhältlich, den Grundstein hierfür schuf die „Assam Tea Company“, die im Jahr 1840 gegründet wurde und eine massive Steigerung der Teeproduktion bedingte.
Die Zubereitungsvarianten
In Indien wird Tee stets unterschiedlich zubereitet, je nach Region kommen verschiedene Zutaten in Frage. So wird rund um den Himalaja Tee gereicht, der mit Salz verfeinert wurde. Außerdem findet hier eine Mischung mit Ziegenmilch statt. In Tibet dagegen wird keine Ziegenmilch bei der Teezubereitung verwendet, sondern es kommt Yakbutter zum Einsatz, die in kleinen Stücken in den Tee gegeben wird.
In den städtischen Regionen wird Tee in unzähligen Straßenverkaufsständen angeboten. Dieser Tee schmeckt sehr süß, weshalb er grundsätzlich mit Milch oder Ziegenmilch, je nach Geschmack, vermischt wird.
Weiterhin nutzen die Inder ihre reiche Gewürzauswahl, um ihre Tees zu verfeinern. So sind typische Gewürze für Tees Anis, Nelken und Zimt. Zu einer guten Tasse Tee gehört in Indien natürlich ebenfalls das richtige Gebäck.
Hallo liebe Teefreunde,
heute ein kleiner Artikel zum Tee bzw. zur Teezeremonie in Russland.
Mit besten Grüßen
Euer Dr. Tea
Russland gehört ebenfalls zu den großen Teetrinker-Nationen. Das Land kannte und liebte Tee bereits zu Zeiten des Zaren. Damals noch als Samowar- oder Karawanen-Tee bekannt, haben sich die Teemischungen, die in Russland am häufigsten zu finden sind, mittlerweile gewandelt. Anfänglich war die Beschaffung von Tee nur schwierig möglich, aus China mussten Karawanen über Sibirien nach Moskau kommen, dennoch wurde Tee in Russland stets getrunken.
In den kalten Tagen, die das Land jedes Jahr zur Genüge kennt, ist ein Glas heißen Tees ein herrlicher Wärmelieferant. Selbst in der Transsibirischen Eisenbahn findet sich in nahezu jedem Waggon ein Behälter mit heißem Wasser, um Tee aufzubrühen.
In Russland wird hauptsächlich der Samowar, eine dickbauchige Wanne, zur Zubereitung verwendet. Übersetzt bedeutet das Wort so viel wie „Selbstkocher“. Das bedeutet, dass der Samowar den Tee den ganzen Tag über heiß hält. Ebenfalls gibt es Besonderheiten bei den Gefäßen, aus denen Tee getrunken wird. Tassen und Porzellan kommen hierfür nicht in Frage, ein Glas mit metallenem Henkel ist für die Russen das einzig wahre Behältnis für Tee. Mit Zitronenscheiben, Zimt und kandierten Früchten wird der Tee verziert, teils gewürzt.
Die Zubereitung
In Russland wird sehr kräftiger Tee zubereitet, zumeist kommen schwarze Tees, die auf Grundlage des Assam Tees gemischt wurden, zum Einsatz. Auf einen Liter Wasser geben die Russen etwa 20 Teelöffel Tee. Der Samowar funktioniert heute fast ausschließlich elektrisch, nur selten sind noch Holzkohlesamoware zu finden. Diese werden zunächst mit etwas Brennpaste oder einigen Holzspänen gefüllt. Mit einem Streichholz wird das Ganze angezündet. Danach folgt das Auffüllen mit Wasser. Zusätzlich wird ein kleiner „Schornstein“ aufgesetzt, der jedoch nach dem Kochen des Wassers wieder entfernt wird.
Nach einer Ziehzeit von etwa drei Minuten wird der Tee in Russland durch ein Teesieb gegeben und in eine kleine Kanne gesetzt, die dann wieder auf den Samowar gesetzt wird. Dieser Aufguss, der sich in der kleinen Kanne befindet, ist auch bekannt unter dem Namen „Tscheinik“. Aus dem Aufguss kann sich nun jeder bedienen und der Tee wird noch mit heißem Wasser verdünnt.
Das Würzen des russischen Tees erfolgt meist mit „Warenije“, einer Konfitüre. Wahre Kenner der russischen Teezeremonie nehmen einen Löffel der Konfitüre in den Mund und lassen den Tee darüber laufen. Wer noch etwas ungeübt ist, kann die Konfitüre auch erst einmal in die Tasse löffeln.
Nachdem mich am Freitag eine Email erreicht hat, folgte nun ein Anruf mit unterdrückter Telefonnummer von einem Herrn Schmidt mit folgender Aussage: Ich habe zwei Stunden Zeit (also bis heute, 14:20 Uhr) um "DAS" Logo aus dem Pressebereich zu entfernen – dann wurde aufgelegt.
Es wurde kein Firmennamen genannt, auch ging dies aus der Mail nicht hervor – ich weiß auch nicht, um welches Logo es sich handelt.
Dafür wurde gleich mit einer einstweiligen Verfügung gedroht..
Daher habe ich gerade um 12.30 Uhr alle Logos vorsorglich entfernt.
Guten Morgen liebe Teefreunde,
nachdem ich gestern den Gunpowder etwas ausführlicher erläutert habe, folgt heute der Chaitee.
Ich wünsche Euch bei einer schönen Tasse Tee noch einen entspannten Tag.
Euer Dr. Tea
Was ist Chai-Tee?
Chai-Tee ist genauso bekannt unter dem Namen Masala Chai-Tee. Er bezeichnet eine Teemischung, basierend auf schwarzem Tee aus Indien. Der Name Chai war dabei in der Sprache der Mandarin der Begriff für Tee. Der Chai-Tee ist bereits seit dem 19. Jahrhundert bekannt, damals übernahmen die Inder den Teeanbau von den Kolonialherren, die im ganzen Land Teesträucher anbauten.
Allerdings tranken die Inder den schwarzen Tee nie pur, sondern verfeinerten diesen mit zahlreichen Gewürzen, darunter Kardamom, Zimt, Pfeffer, Gewürznelken und Ingwer. Mittlerweile wird der Chai-Tee auch im Handel in zahllosen Variationen angeboten, so dass es schwierig ist, ihn genau abzugrenzen. Der Chai-Tee ist sowohl als loser Tee erhältlich, als auch in Beutelform.
Ursprünglich wurde der Chai-Tee mit Milch aufgekocht, noch heute behalten einige Teegenießer diese Variation bei, da sie dem süßlichen Tee eine besondere Note verleiht. Dennoch kann der Chai-Tee auch ohne Milch genossen werden. Typisch für ihn ist, dass eine Zimtstange zum Umrühren des Tees gereicht wird. Diese soll dem Tee noch eine zusätzliche süße Note verleihen. In den letzten Jahren ist der Chai-Tee zu einem wahren Modegetränk geworden, was ebenfalls die zahlreichen Mischungen erklärt, die mittlerweile angeboten werden.
Die gesundheitlichen Vorteile
Der Chai-Tee gewinnt jedoch nicht nur geschmacklich, sondern genauso in der gesundheitlichen Beziehung. So werden die Inhaltsstoffe in der ayurvedischen Gesundheitslehre besonders hervorgehoben, weshalb der Chai-Tee auch als ayurvedischer Tee bezeichnet wird. Er kann die Lebensfreude steigern und genauso die Energiereserven auftanken.
Durch das Koffein im Chai-Tee entsteht eine besonders belebende Wirkung. Die Gewürze, wie Kardamom können sich förderlich auf die Verdauung auswirken und den Magen beruhigen. Mitunter kann der Chai-Tee auch bei Erkältungen eingesetzt werden. Sofern im Chai-Tee Ingwer enthalten ist, wirkt dieser krampflösend und stärkt das Immunsystem. Außerdem wird der Appetit angeregt.
Die Legende vom Ursprung des Chai-Tees
Der genaue Ursprung des heute so beliebten Chai-Tees ist nicht eindeutig belegt, allerdings ranken sich einige Legenden um das heutige Nationalgetränk der Inder. Eine davon reicht bis zu 3000 Jahre vor Christi, und zwar in China. Damals herrschte in China Shen Nung. Er galt nicht nur als sehr weiser und künstlerischer Herrscher, sondern war ebenfalls sehr fürsorglich. Deshalb bestand er darauf, dass Wasser gekocht wurde, bevor es genossen werden durfte.
Liebe Teefreunde,
nach und nach werde ich hier einige Informationen aus dem Bereich Teekunde veröffentlichen. Viel Spaß beim lesen des etwas längeren Artikels.
Dr. Tea wünscht Euch eine schöne Woche….
Gunpowder
Auch der Gunpowder zählt zur großen Gruppe des Grünen Tees. Der Name bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie Schießpulver. Seinen Namen erhielt der Gunpowder aufgrund der Verarbeitung der Teeblätter. Diese werden gerollt, bis kleine Kügelchen entstehen, die an Schrotkugeln erinnern. Meist wird der Gunpowder in China oder Taiwan angebaut, seinen Ursprung hat er jedoch in China.
Von allen grünen Tees, die es gibt, gilt der Gunpowder als derjenige Tee, der den höchsten Koffeingehalt aufweist. Er wirkt damit sehr anregend und kann gut gegen Ermüdungserscheinungen helfen. Ebenfalls weist der Gunpowder viele gesundheitliche Wirkungen auf. Der Gunpowder ist in verschiedenen Sorten erhältlich.
Die Gunpowder Sorten
Dies sind der Pingshui Gunpowder, der Formosa Gunpowder und der Ceylon Gunpowder. Der Pingshui Gunpowder ist die beste Qualität der Gunpowder Variationen. Er ist am bekanntesten und wird häufig unter dem Namen Temple of Heaven verkauft. Dabei ist es charakteristisch für den Pingshui Gunpowder, dass er etwas größere Kügelchen beinhaltet. Die Farben sind kräftig, das Aroma sehr stark.
Der Formosa Gunpowder dagegen stammt nur aus Taiwan. Er hat ein eindeutig zuordenbares Aroma, das sich nirgendwo anders finden lässt. Der Unterschied zum Pingshui Gunpowder ist selbst für ungeübte Laien leicht erkennbar. Ebenfalls findet sich der Ceylon Gunpowder auf dem Markt, der in Sri Lanka, im ursprünglichen Ceylon, hergestellt wird. Aber auch hier gibt es große Unterschiede zum Pingshui Gunpowder.
Wie es generell für grüne Tees charakteristisch ist, wird auch der Gunpowder nicht fermentiert, so dass die Blätter die typische, grüne Farbe behalten. Das Rollen zu Kügelchen ist dabei eine wahre Kunst. Seine Hochburg findet der Gunpowder übrigens in Nordafrika, wo er besonders gerne getrunken wird.
Anbaugebiete von Gunpowder
Die typischen Anbaugebiete von Gunpowder sind in China, Taiwan und Sri Lanka zu finden. Die besten Qualitäten stammen allerdings aus China, genauer aus der Stadt Pingshui. Deshalb wird der von hier stammende Gunpowder auch als Pingshui Gunpowder bezeichnet. Die Stadt liegt in Shaoxing Country, welches wiederum innerhalb der Provinz Zhejiang im Südosten Chinas zu finden ist.
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